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Kinos

Filmpalast und St.-Moritz-Kirche

Filmpalast und St.-Moritz-Kirche

Augsburgs Filmtheater haben eine lange Tradition. Die erste belegte Filmvorführung fand am 19. Oktober 1896 im Kaffeehaus Mercur am Judenberg statt, wo verschiedene Kurzfilme – zum Beispiel die Ankunft eines Zuges an einem Bahnhof – von einem Kinematographen
vorgeführt wurden. In den Jahren danach kamen regelmäßig Schausteller
mit ihren Wanderkinematographen auf verschiedene Volksfeste.

Das erste Kinogebäude zur Veranstaltung von Varieté meldete der Augsburger Lebensmittelhändler Fridolin Widmann im November 1906 behördlich an: Das Thalia-Theater darf sich damit als das älteste Kino der Stadt bezeichnen, auch wenn dieser Name erst 1909 sicher nachgewiesen ist.[11]

Viele der damals entstandenen Kinos existieren heute nicht mehr oder
unter anderem Namen. Einen entscheidenden Einschnitt markierte um die
Jahrtausendwende der Bau von zwei Multiplexkinos, einem Abzweiger der Cinestar- und einem der CinemaxX-Kette, die das Ende von traditionellen Filmtheatern wie dem Capitol oder dem Filmpalast bedeuteten. So konzentrieren sich heute diese beiden Kinokomplexe auf die aktuellen Hollywood-Blockbuster.

Daneben haben sich einige kleinere Kinos gehalten, die größtenteils in die Sparte des Programmkinos fallen und neben den eigentlichen Filmen auch andere kulturelle Veranstaltungen anbieten: Das Liliom, das Mephisto, das Savoy, die Schauburg und das Thalia.

Jedes Jahr im Sommer findet das Augsburger Lechflimmern statt. Dabei werden an verschiedenen Örtlichkeiten – unter anderem in Freibädern und auf einer Seebühne –
täglich Filme jeglichen Genres auf eine große Leinwand projiziert. Die
Besucher können sich auf bereitgestellte Plastikstühle setzen oder sich
mit Decken auf das Gras legen. Filmbeginn ist immer mit Untergang der
Sonne.

Der im Sommer 2006 erschienene bayerische Film Wer früher stirbt ist länger tot, der deutschlandweit Beachtung fand und den Förderpreis Deutscher Film erhielt, feierte seine Premiere im Mephisto-Kino.