Der Augsburger Christkindlesmarkt
ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Seinen Ursprung
hat der Markt bereits im 15. Jahrhundert. Den Namen
„Christkindlesmarkt“ trägt er offiziell seit 1949.
Geschichte des Augsburger Christkindlesmarktes [Bearbeiten]
Lebkuchen als Naschwerk zur Weihnachtszeit spielten ab dem
12./13. Jahrhundert eine große Rolle. Die Lebkuchenbäcker verzierten
ihr Weihnachtsgebäck mit Motiven von schönen Frauen und stolzen Rittern
und boten sie den Bürgern feil. Gemeinsam mit den ersten Weihnachtskrippen aus Italien
und allerlei festlichem Wandschmuck dürften sie die Verkaufsschlager
auf dem ersten Augsburger Weihnachtsmarkt gewesen sein, der als
„Lebzeltermarkt“ im Jahr 1498 in einem städtischen Protokoll erwähnt
wird.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Markt immer wieder verlegt,
sodass er inzwischen fast überall in der Augsburger Innenstadt schon
einmal zuhause war. Im 19. Jahrhundert noch in der Maximilianstraße zog
er 1898 beispielsweise in die Ludwigstraße, 1903 an den Oberen Graben,
1924 auf den Jakobsplatz und 1930 an den Obstmarkt. Am Königsplatz fand er 1933 bis 1943 und 1945/46 statt, bei St. Anna
1947, in der Fuggerstraße 1948 bis 1951 bzw. 1961/62 und auf dem
Elias-Holl-Platz von 1952 bis 1960. Seit 1963 befindet sich der
Christkindlesmarkt auf dem Augsburger Rathausplatz.
Wissenswertes [Bearbeiten]
Der Christkindlesmarkt beginnt in der Regel am Donnerstag vor dem 1.
Advent und endet am 24. Dezember. Seit 1977 findet an den
Adventswochenenden jeweils um 18 Uhr sowie zur Eröffnung und zum
Abschluss des Marktes das „Engelesspiel“ statt. Dabei erscheinen zu
weihnachtlicher Musik in den Fenstern sowie auf dem Balkon des
prachtvollen Augsburger Rathauses 24 Engel, deren Kostüme einem Altarbild Hans Holbeins des Älteren nachempfunden sind.
Weblinks [Bearbeiten]